Die Biogasanlage Parum dient zur:

  • Entsorgung und Verwertung von organischen Abfällen:
      • Fettabscheiderinhalte
      • lose  Lebensmittelabfälle
      • Fleisch und Knochen
      • verpackte Lebensmittel
      • biologische Altfette
  • Verbesserung der Eigenschaften von Gülle

Produktion von Biogas, das zur Eigenversorgung und zur Versorgung Dritter mit thermischer und elektrischer Energie eingesetzt wird.
 
Gülle aus der Landwirtschaft und organische Reststoffe aus der Industrie werden in der Biogasanlage zu energetische wertvollem Biogas und Wirtschaftsdünger umgewandelt.

Die organischen Substanzen aus der Biomasse werden zu Biogas vergoren und in 3 BHKW-Modulen in thermische und elektrische Energie umgesetzt. Die thermische Energie wird zum eigenen Wärmeverbrauch genutzt.

Die elektrische Energie (12.000-15.000 MWh/a) wird in das örtliche Energienetz der Wemag eingespeist.

Die Nährstoffe bleiben in der entgasten Biomasse enthalten und werden anschließend wieder als Wirtschaftsdünger eingesetzt.

Stofffluß Gülle/organische Abfälle

Um die Gesamtkapazität der Anlage von ca. 43.800 Tonnen Biomasse zu erreichen, werden täglich ca. 120 Tonnen Gülle und organische Abfälle mit eigenen und Fremdfahrzeugen angeliefert. Das angelieferte Material wird in einen Vorlagerbehälter (Fassungsvermögen 650 m³) zwischengelagert .

Von dort gelangt es in einen der drei Hygienisierungsbehälter, wo die Biomasse für mindestens 1h bei über 70°C hygienisiert wird.

Die Hygienisierungsbehälter sind so angeordnet, dass nach dem Hygienisierungsprozess die Biomasse im freien Fall direkt in so genannte Vorgruben (Fassungsvermögen 500 m³) geleitet wird.

In den drei Fermentern findet der eigentliche Biogasproduktionsprozess statt (Hydrolyse, Säurebildung, Essigsäurebildung, Methanbildung - 4 Prozessphasen).

Das entstandene Biogas wird zu einem der insgesamt drei Blockheizkraftwerken (BHKW) geleitet und dort zu elektrischer und thermischen Energie umgewandelt.